Raclette

Die Lösung von gestern ist natürlich Raclette! Raclette ist bei mir an Heiligabend schon Tradition und etwas Besseres als geschmolzener Käse gibt es fast nicht.
Wo das Raclette herkommt und noch mehr spannende Infos findest du jetzt.

Raclette stammt ursprünglich aus dem Kanton Wallis in der Schweiz. Dort wurde es wahrscheinlich schon im Mittelalter zubereitet und war als „Bratkäse“ bekannt. In der klassischen Zubereitungsart wird ein Käseleib halbiert und die Schnittflächen werden richtung Feuer gelegt, bis der Käse schmilzt und eine bräunliche Kruste bekommt. Der geschmolzene Käse wird dann mit einem Messer auf die Teller geschabt. Das Wort „Raclette“ kommt übrigens vom französischen Wort „racler“, was „schaben“ bedeutet.

Für ein gemütliches Raclette-Essen mit der Familie ist ein halber Käseleib natürlich zu viel. Deshalb wurde in den 1980er Jahren das Raclette-Gerät erfunden, mit dem einzelne Käsescheiben geschmolzen werden können. Da kann jeder sein eigenes Pfännchen mit Käse nach Wahl befüllen und schmelzen. Praktischerweise gibt es obendrauf noch einen heißen Stein, auf dem Gemüse und Fleisch gegrillt werden und Speck schön knusprig wird.

Aber auch Fans der klassischen Zubereitungsart müssen nicht mehr draußen vor dem Feuer sitzen. Hierfür gibt es ebenfalls spezielle Raclette-Öfen. Dabei liegt unten der halbe Käseleib und oben liegt ein Heizelement, das den obersten Teil des Käses schmilzt. Der geschmolzene Käse wird dann mit dem Messerrücken auf die Teller geschabt. Du kennst so ein Gerät vielleicht vom Weihnachtsmarkt. Wenn du sehen möchtest, wie sowas funktioniert, dann schau dir dieses Video an.

In der Schweiz werden zu Raclette traditionell neben Pellkartoffeln auch Essiggurken und Perlzwiebeln serviert.
Ich esse Raclette am liebsten mit Kartoffeln, gegrilltem Gemüse, mini Maiskolben und knusprigem Speck. Auch Garnelen schmecken mir super lecker dazu.

Du kannst Raclette ganz nach deinem Geschmack zubereiten und einfach alles dazu essen, worauf du Lust hast. Egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder auch Obst, beim Raclette kannst du deiner Experimentierfreude freien Lauf lassen. Sogar Pizzateig oder Pancaketeig kannst du in dein Pfännchen geben.

Raclette
Dominik Hundhammer, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, via Wikimedia Commons