Wichtige Erfindungen in der Geschichte der Schokolade

Die Lösung von gestern ist natürlich die Praline! Weil Pralinen ja aus Schokolade gemacht sind, machen wir mit der Geschichte der Schokolade weiter. Diesmal geht’s um verschiedene Erfindungen, die die Schokolade, wie wir sie heute kennen, erst ermöglicht haben.

Mit dem Beginn der Industrialisierung konnte die aufwendige Herstellung von Schokolade vereinfacht und beschleunigt werden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts nutzte die britische Firma Fry & Sons erstmals eine Dampfmaschine zum Mahlen der Kakaobohnen.

1811 entwickelte der französische Ingenieur Poincelet den Melangeur. Mit dieser Maschine konnten Kakaobohnen viel feiner gemahlen werden. Dadurch wurde die Schokolade besonders zart und geschmeidig.

Im Jahr 1828 erfand der Niederländische Chemiker van Houten eine hydraulische Kakaopresse. Damit konnte die Kakaobutter von der Kakaomasse getrennt werden. Aus der übrigen Kakaomasse konnte dann Kakaopulver gemacht werden. Mit dem Kakaopulver ließ sich viel leichter Trinkschokolade herstellen.

Die erste Tafelschokolade wurde 1847 von der britischen Firma Fry & Sons hergestellt und verkauft. Sie gaben zur Kakaomasse zusätzlich Kakaobutter dazu, so war die Schokolade cremiger und ließ sich in Formen gießen.

Der Schweizer Daniel Peter gilt als Erfinder der Milchschokolade. Er vermischte 1879 Kakaomasse mit Milchpulver, das von Henri Nestlé entwickelt worden war. Mit Milchpulver wird auch noch heute Milchschokolade hergestellt.

1879 entwickelte Rodolphe Lindt die Conchiermaschine. Mit dieser Maschine wird die Schokolade besonders lange gerührt. Dadurch bekommt die Schokolade eine besonders feine, cremige und zartschmelzende Struktur. Das Conchieren ist heute noch ein wichtiger Schritt bei der Herstellung von Schokolade.

All diese Erfindungen haben dazu beigetragen, dass die Schokolade, wie wir sie heute kennen, erst möglich wurde. Wie genau Schokolade jetzt hergestellt wird, erfährst du vielleicht in einem der kommenden Türchen.