Die Schokolade kommt nach Spanien

Gestern im Rätsel war der Schokonikolaus oder der Schokoweihnachtsmann die Lösung. Doch bevor der Schokonikolaus entstehen konnte, musste die Schokolade erst nach Europa kommen. Deshalb geht’s jetzt weiter mit der Geschichte der Schokolade.

Im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer die Kakaobohnen aus Mittelamerika nach Europa. Es wird vermutet, dass Christoph Kolumbus Kakaobohnen erstmals nach Europa mitnahm, aber nicht wusste, wozu sie verwendet wurde. Hernán Cortés war wahrscheinlich einer der ersten Europäer, die das Schokoladengetränk bei den Azteken probierten.

Die Schokolade kommt nach Spanien
3268zauber, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Der erste überlieferte Beleg über die Ankunft der Schokolade in Europa kommt aus dem Jahr 1544, als Dominikaner-Mönche und einige Adelige Maya am spanischen Hof Prinz Philipp besuchten. Unter den Geschenken, die sie mitbrachten, war neben Mais, Bohnen, Tongefäßen und anderen Dingen auch das Schokoladengetränk dabei.

Das Kakaogetränk wurde am spanischen Hof und beim Adel schnell beliebt.
Weil es für den europäischen Gaumen ziemlich bitter war, wurde es mit viel Zucker und Honig gesüßt. Gewürze wie Vanille Zimt oder Anis wurden ebenfalls gerne hinzugefügt. Die Schokolade wurde auch als Medizin genutzt und galt dabei als allgemeines Stärkungsmittel.

Von Spanien aus verbreitete sich die Schokolade zuerst in Portugal, Italien und Frankreich. Wie es mit der Schokolade weiterging, erfährst du wieder in einem der kommenden Türchen!